Letztes Wochenende ging es dann für mich mal endlich wieder raus hier! Wurde auch mal Zeit. Samstagmorgen hat mich mein bester Freund Michael dann mit dem Auto abgeholt und wir sind erstmal Richtung Grand Island gefahren. Nach der einstündigen Fahrt sind wir dort dann erstmal für ne Stunde in die Mall gegangen wo ich meinen lieben Max mal wieder zufällig getroffen habe. Dann ging's erst mal zum Mittagessen in Wendy's. Dort hab ich mir nen dicken 3-Patty-Burger bestellt. Macht einen auf jeden Fall satt haha. Weiter ging die Reise dann nach Albion. Dort wohnt Michaels Opa, wo wir übernachtet haben, und da ist auch die Schule, auf die die Julia geht. Nachdem wir angekommen sind haben wir uns dann auch erstmal zur Schule gemacht und haben die Julia vom Training abgeholt. War echt nen komisches Gefühl mal nach einem halben Jahr ein vertrautes Gesicht in real zu sehen! Wir haben sie dann nach Hause gefahren..sie wohnt echt um die 10 Minuten außerhalb. Also da gehts mit auf meiner Farm am Stadtrand verhältnismäßig noch gut. Dann hieß es auch schon wieder Goodbye aber wir haben unsere Begegnung noch mit einem Foto festgehalten.
Geschneit hatte es dort im Osten auch etwas mehr.
Dann haben wir uns auf den Weg weiter nördlich nach Neligh gemacht. Ein kleines Städtchen mit rund 1.500 Einwohnern. Michael hat da ein paar Freunde die wir abgeholt haben und dann sind wir auch schon weiter nach Norfolk gefahren. Norfolk ist glaube ich die fünft größte Stadt in Nebraska mit rund 25.000 Einwohnern. Für einen Deutschen hört sich das wie immer natürlich utopisch an. Dort sind wir dann noch eine andere Freundin von ihm abholen gegangen und sind dann in die Mall. Es war nichts besonderes..typisch amerikanisch, wie immer. Kurze Zeit später haben wir dann beschlossen in einem "Whiskey Creek" Restaurant essen zu gehen. Amerikas schmutzigste Restaurantkette. Das ist natürlich nur bildlich gemeint. Die Schalen der Erdnüsse, die man am Tisch bekommt darf man nämlich auf den Boden werfen. Man sieht den Boden echt vor Erdnussschalen kaum nicht mehr. Bestellt hab ich mir erstmal ein paar schöne amerikanische prime ribs. Gigantisch. Werde ich echt in Deutschland vermissen. Nach dem Essen haben wir uns noch einem anderen typisch-amerikanischen Zeitvertreib gewidmet (ich kann mich echt in Deutsch nicht mehr gescheit ausdrücken :D). Ab in Walmart und jede Menge Mist gebaut. Ist echt lustig weil's einfach keinen interessiert. Später wollten wir dann noch in den Whirlpool von ner Freundin (es waren -20° draußen), aber wir sind dann doch nur im Haus rumgehangen bis Michael und Ich dann zurück nach Albion gefahren sind. Am nächsten Morgen gabs dann erstmal ein leckeres Frühstück bevor wir für seinen Opa den Driveway freigeschippt haben. Später sind Michael und Ich dann noch bowlen gegangen wo ich mal wieder gewonnen habe haha! Dann gings auch wieder auf den Weg nach Hause. Auf jeden Fall ein gelungenes Wochenende. Vom Sonnenuntergang ist mir auch noch ein gutes Bild gelungen.
Montag hatten wir dann 'nen Tag frei den ich eigentlich hauptsächlich mit Basketball gefüllt habe. Dienstag hatten wir nämlich ein Spiel wo ich gegen nen alten Bekannten, Alex den ich im Camp kennengelernt hab, gespielt habe. Ja, es ist echt unglaublich was sich hier an Deutschem rumtreibt :D. Ansonsten lief die Woche gut mit zwei Spielen dieses Wochenende, die wir beide verloren haben. Aber davon erzähl ich euch das nächste Mal.
Happy New Year to everybody out there! Ich hoffe ihr hattet alle einen wunderschönen Start in's neue Jahr. Ich bin schon wieder im Schulalltag angekommen, habe aber heute wieder einen Tag frei wegen Schnee und somit mal wieder Zeit ein bisschen über mein Silvester in den USA zu berichten. Ein deutscher Freund von mir, Niklas aus Frankfurt, der mit mir in die Kirche und Kirchengruppe geht wohnt so 20 Minuten in nem anderen 500 Seelen-Dorf. Ham aufjedenfall ne ziemlich fette Bude dort. Sein Gastbruder hat also zu Silvester mehrere Leute eingeladen. Im Endeffekt waren wir dann 5 Deutsche, Niklas, Ich, Fabian und Timm aus Arcadia und Jana aus Sargent, eine Schweizerin und um die 10 Amerikaner. Anfangs sah es noch nach einem lahmen Abend aus, aber als wir dann erstmal schöne deutsche Partymusik aufgelegt hatten, konnten wir Deutschen untereinander zumindest ein bisschen Stimmung hervorrufen. Timm und Ich!
Die nächsten Stunden haben wir dann die meiste Zeit um den Pooltable oder die Karaokemaschine rumgehangen. Typische amerikanische "Party" halt.
Schließlich war es dann fast soweit. Erst mal muss man sagen, dass die Amerikaner keine Feuerwerkskörper haben, nur in den großen Städten. Es ist aber kein Brauch. Die verpulvern alles am 4. Juli (wer nicht weiß was da ist, ist dumm). Nunja, als Deutscher wirst du natürlich schon ganz aufgedreht und wirst heiß auf den Countdown. Doch was erlebst du? Die Ammis juckt das nicht mal! Keinen Countdown, kein Umarmen, null, nur ein "Hey guys it's 2010, just to tell you". Das konnten wir Deutsche ja nicht einfach so passieren lassen also haben wir wenigstens jeden umarmt und alles gute im neuen Jahr gewünscht. Danach sind dann auch schon die meisten Leute abgehauen. Wir Deutschen haben jedoch alle da geschlafen. Also ging's erstmal in ein paar Runden Pool in's neue Jahr.
Danach haben wir uns noch den Film 'Stepbrothers' angesehen was auch ziemlich lustig war. Die ersten sind dann auch schon ins Bett gegangen. Es war jedoch schon 5 Uhr morgens. Ich hatte um 10 Uhr Training und Niklas um 8, also beschlossen wir wach zu bleiben. Die folgenden Stunden haben wir uns dann aber nur apathisch versucht zu unterhalten oder wach zu halten, ich hab ein bisschen Gitarre gespielt :D.
Um 8 ist Niklas dann abgehauen und ich hab meinen Gastvater angerufen mich abzuholen. Ins Training bin ich nicht gegangen sondern habe mich erst einmal ausgeschlafen! :D Ansonsten habe ich dann noch die restlichen Tage meiner Ferien genossen, Michael und Ich sind nach St. Paul gefahren und haben dort Frederik und ein paar Mädchen besucht und dann hat am Montag wieder die Schule angefangen. Die Kälte hat auch wieder eingesetzt. Mit Wind wird es bis zu -50° kalt. Herrlich! Deine Hände schmerzen unglaublich schon nach 10 Sekunden draußen! O.O Deswegen auch der freie Tag. Naja, hier noch ein Video von ein paar Mitschnitten von meinem Silvesterabend.
Erstmal ein Riesensorry für die Inconvenience. Es ist echt so viel passiert über meine Weihnachtsferien, dass ich erst jetzt dazu komme meinen Bericht zu schreiben. Dafür werden die nächsten Beiträge auf jedenfall zu den längeren gehören! Ich werde mal ganz vorne anfangen. Die Dekorationen für Christmas waren seit dem Beginn der Adventszeit in unserem Haus platziert.
Ich war in Minneapolis und konnte so nicht dran teilnehmen. Auf jeden Fall ist es echt irre, wie die Leute ihr Haus für alle möglichen Anlässe schmücken (Halloween, Thanksgiving, Christmas, Eastern etc.). Meine Ferien haben dann nach zwei Tagen "Abschlussprüfungen" (war echt nicht der Rede wert) am 22. Dezember angefangen. Am nächsten Morgen hat es wieder angefangen extremst zu schneien. Wir haben mindestens 10 cm bekommen.
Am nächsten Tag war es dann endlich soweit. Der 24. Dezember. Nun gut, würde ein Amerikaner sagen, der 24. interessiert mich recht wenig. Christmas Eve, so wie der hier genannt wird, ist "nur" ein Gemeinsamsein mit der Familie. Geschenke gibt's ja erst am nächsten Tag. Um 5 Uhr sind wir jedoch erstmal in die Kirche gegangen. War richtig begeistert als im Notenbuch die deutsche Version von "Stille Nacht" abgedruckt war! Ist ungefähr das gleiche Prozedere wie in Deutschland in der Kirche an Heiligabend. Nach 1 1/2 Stunden war's dann vorbei, man wünscht ein paar Leuten noch Frohe Weihnachten und wir sind abgedüst zu meiner Gastoma. Dort gab's dann erstmal richtig leckeres Chili für die kalten Tage. Unsere ersten Geschenke haben wir dann trotzdem aber schon bekommen. Austin, mein Gastcousin, war schon richtig heiß drauf. Ist 10 Jahre alt, aber wie schnell der ein Geschenk auf hat ist Wahnsinn! :D. Ich habe einen Gutschein für "Best Buy" (sowas wie Media Markt) bekommen und 50 Dollar!!! War dann auch extrem dankbar. Nachdem wir noch ein bisschen NFL geguckt haben sind wir zurück nach Hause gefahren. Zuhause haben wir dann "Mensch ärgere dich nicht!" gespielt. War auf jeden Fall ne lange Zeit her, seitdem ich das gespielt hatte. Hab auch leider zweimal verloren! Aber es waren dramatische fights :D. Spät abends sind wir dann ins Bett gegangen um fit für den nächsten Morgen zu sein - Christmas Day.
Wer hat sie nicht schon zumindest mal im Fernsehen gesehen? Die berühmten Stockings über'm Kamin. Als ich am Morgen aufgewacht bin, durfte ich dann erst einmal meinen Stocking auspacken. Ist wie Nikolaus, ein paar Süßigkeiten, und eine iTunes Geschenkekarte war drin. Danach haben wir das Mittagessen vorbereitet. Zwischendurch ging die Elektrizität kurz aus. Draußen wehte nämlich ein unglaublich starker Schneesturm. Glücklicherweise ging's nach ner Weile aber wieder. Mit dem wunderschönen weiß draußen haben wir dann erstmal Rippchen zu Mittag gegessen.
Nach dem Essen ging's dann in die Vollen. Es war Geschenkezeit. Mein kleiner Gastcousin auf Hochtouren. War kaum zu stoppen. Das schlimme war, dass der iPod den er bekommen hat einen Lautsprecher hatte und er uns damit 24/7 genervt hat. Wie auch immer, hab ich auch ein paar Sachen bekommen. Geschenkekarten von Best Buy, iTunes, Wal Mart und Abercrombie & Fitch sowie ne Übergangsjacke von Billabong. War auf jeden Fall mal nicht schlecht. Das lustigste war, dass mein Gastbruder und ich meiner kleinen Gastschwester ein riesen Paket gemacht haben. Sie natürlich total aufgedreht. Was sie bis zum Ende nicht wusste war, dass wir Kohle reingepackt haben.
Der 26. Dezember ist ja kein Feiertag in Amerika. Und da es über Nacht ordentlich geschneit hatte durfte ich um 7 morgens auch wieder Schnee schippen gehen. Naja, gehört halt zum Leben hier dazu! Den Rest vom Tag haben wir dann eh nur mit Essen und Filme gucken verbracht. Am nächsten Tag hatten wir dann ne kleine inoffizielle Abschiedsparty für Sofie, die am 30. Dezember dann nach Hause geflogen ist. Wir sind ins Kino gegangen war eigentlich ganz lustig.
Schließlich waren wir dann am 29. nochmal Schlitten fahren. Der Hügel war echt gar nix, aber nunja, es ist halt Nebraska. Und was war Sylvester?...to be continued!
Letzte Woche Mittwoch fing er an. Der kontinentale Winter. Eiskalt und gnadenlos. Ich sollte mich aber erst einmal mit zwei Tagen schneefrei begnügen. Nach draußen geht zur Zeit recht wenig da eine Durchschnittstemperatir von -15°C herrscht. Zusammen mit dem Wind kann das dann schon gerne mal auf -30°C runter gehen! Den zweiten Tag schneefrei musste ich dann wieder früh morgens raus um die Futterkrippen für die Kühe freizuschaufeln - und das bei -20°C + Wind! Ich war jedoch komplett von oben bis unten eingerichtet. Mir war warm. Es war einfach wunderschön in dieser Winterlandschaft die Sonne über den Hügeln aufgehen zu sehen. Wie in den Western Filmen. Fand ich genial. Nach 1 1/2 Stunden schaufeln ist mir dann was richtig erstaunliches passiert. Ich hatte eine Mütze auf, die meine Ohrläppchen nicht bedeckten. Und ja, die waren dann STEINHART. Es war unglaublick ich konnte die anpochen und es hat einen metallenen Ton gemacht. Ich also wieder zurück ins Haus und aufgewärmt. Mein erster Frostbite! Über die Woche hält mich meine neue geile Jacke von Abercrombie & Fitch warm - mit Wolfsfell gefüttert - super gegen die Kälte! Am Donnerstag hatten wir dann another Heimspiel im Basketball. Wir haben gegen Lexington gespielt. Lexington oder mehr oder weniger liebevoll "Mexington" genannt, besteht zu 75% aus Mexikanern. Aufgrund einer Fleischfabrik dort wurden viele Mexikaner angeheuert. Ich habe auch meine ersten Einsatzminuten bekommen und gleich in der ersten Aktion einen Assist gemacht! Nach meinem Spiel hab ich mich während den restlichen zwei Spielen mit Malte aus Hamburg unterhalten. Er geht in Hamburg auf die Schule. Ist auf jeden Fall immer ganz lustig Erfahrungen auszutauschen. Er fährt jedoch im Januar schon wieder nach Hause. Am Samstag gings dann auch schon wieder aufs nächste Auswärtsspiel. Und dieses Mal sollte ich über eine Hälfte zum spielen kommen! Hatte 7 Rebounds, 3 Punkte, einen Steal und 3 Assists. Erfolgreich für mich, wie ich finde! Nach meinem Spiel hab ich mich, wie immer, mit den Austauschschülern unterhalten. Luise aus Deutschland und Nelly aus Tschechien. Also an Deutschen mangelts hier in der Region auf keinen Fall! Nach dem Spiel bin ich noch ein bisschen mit meinem besten Freund Michael rumgefahn, warn bei McDonald's etc. So viel wie in Deutschland ist hier dann halt auch wieder nicht los. Im Moment bin ich im "Prüfungsstress". Hab jetzt Finals am Freitag (obwohl ich nur 3 machen muss) und bis auf Mathe sollte es geringfügig schwer werden. Mathe hoffe ich gerade so hinzubekommen. Liegt aber an unserem Lehrer...Keiner hat irgendeine Ahnung. Ist echt schlimm. Aber über's Bildungssystem erzähl ich ein anderes Mal was. Freitag und Samstag hab ich wieder ein Basketballspiel und dann gehts auch ziemlich bald in die Winterferien!
Am Sonntag hat dann schließlich der Schnee die Weihnachtszeit endgültig eingeläutet. Ich liebe es endlich mal wieder so viel Schnee zu haben. Da fühlt man sich wie im Urlaub. Kriegen ja nie so viel Schnee in HD. Auf jeden Fall bin ich Sonntags erstmal nach Grand Island zur Weihnachtsfeier für uns Nebraska Austauschschüler im Westen von EF gefahren. Dort hab ich erstmal viele Altbekannte vom Minneapolis Trip getroffen aber auch Leute die ich seit dem letzten Treffen nicht mehr gesehen habe. Auch hab ich mich das erste Mal mit Felix getroffen. Mit ihm und Timo aus Weinheim sind wir insgesamt 3 aus dem Rhein-Neckar-Dreieck in West-Nebraska mit EF! Es war natürlich ein großes Erfahrungenaustauschen beim Essen. Schließlich haben wir ein rotes T-Shirt mit "EF NEBRASKA" drauf bekommen. Den Rest der Zeit haben wir uns dann damit beschäftigt uns gegenseitig die Shirts zu unterschreiben. Nach 2-3 Stunden hat sich dann jedoch alles wieder aufgelöst da die ganze Sache halt nicht so spannend für die Gastfamilien ist und die darauf gedrängt haben zu gehen. Also bin ich wieder nach Haus. Montag hatte ich dann wieder Schule und Basketball. Am Abend hatten wir unser letztes Meeting mit der Footballmannschaft. Es wurden noch Extraauszeichnungen wie unser Play-Off Zertifikat, unsere District Champ Medaille, All-District Player Auszeichnungen und MVP Auszeichnungen verteilt. Und das allergeilste: Ich hab einen Honorary Letter bekommen! Die höchste Auszeichnung im High School Sport! Danach haben wir uns noch einen Highlight Film mit den besten Plays der Saison angeguckt - das ganze war im Kino in unserer Stadt. Über die Nacht hat es dann so um die 10cm weitergeschneit und wir hatten heuten einen Snow Day. Das heißt wie hatten keine Schule da das Schulbüro nicht zulassen kann die Schüler mit ihren Autos auf vereisten Straßen fahren zu lassen. Hab ich ausgenutzt und erstmal bis 1 Uhr geschlafen. Den Rest vom Tag hab ich dann eigentlich nur Filme geguckt und gegessen. Halt typisch amerikanisch! Außerdem steht der Florida Trip so gut wie das heißt ich gehe wahrscheinlich im Februar nach Orlando ins Disney World! :) Außerdem darf ich im April meinen ACT machen, das heißt ich bin berechtigt mich später bei einer amerikanischen Universität zu bewerben! Ansonsten hoffe ich auf einen anderen Snow Day morgen. Hoffentlich! Soweit so gut. Ich mach mal weiter.
Letzte Woche mittwochs wurden wir dann also schon früh entlassen um in den Thanksgiving Break zu gehen. Naja, ich zumindest hatte noch 4 Stunden vor mir und ware dann trotzdem erst um halb 7 zuhause. Am nächsten Morgen war dann der 26te November, Thanksgiving Day. DER Familien Tag für die Amerikaner zusammen mit Weihnachten. Manche Familien nehmen an diesem Tag große Distanzen auf sich um sich mit der ganzen Familie zu versammeln. Meine jedoch nicht. Was ich auch gar nicht so schlimm fande. Die Schwester von meinem Gastvater war da und wir sind schließlich zu seiner Mutter, die nur ein bisschen entfernt wohnt, zum Thanksgiving Dinner gefahren. Ich hatte mir leider etwas eingefangen und mir ging es den ganzen Tag nicht besonders. Der Dinner ware jedoch riesig. Allein der traditionelle Truthan der serviert wird war riesengroß. Als Beilage gab es jede Menge Gemüse, Kartoffeln mit Marshmallows (?!?!) und natürlich Soße. Ich konnte leider nicht viel von diesem unglaublichen Essen haben, da mir recht schlecht war. Nach dem Essen haben alle erstmal 'nen Mittagsschlaf gemacht. Mir ging's wieder einigermaßen und mein Gastbruder, Ich und mein Gastvater sind raus Footballspielen gegangen. Ein wenig später sind ich und mein Gastvater nach Hause und ich sollte mich erholen. War also nicht das perfekte Thanksgiving und ich hoffe ich hab nicht das Fest für meine Gastfamilie zerstört. Am nächsten Morgen bin ich dann schon um 4:30 aufgestanden. Es war Zeit mal wieder rauszukommen aus der Isolation. Um 6 sind wir aufgebrochen nach Grand Island. Dort war die Hölle los. Es war Black Friday, das ist der Tag nach Thanksgiving, bei dem Geschäfte traditionell riesiege Prozente auf ihre Güter werfen und schon ab Mitternacht auf machen. Die Menschenmassen waren unglaublich. Ich war jedoch zu einem anderen Grund dort. Zusammen mit 30 Austauschschülern sollten wir nach Minneapolis fahren. Nach kurzer Wartezeit kam auch schon der Bus und wir sind eingestiegen. Dort erstmal alle Leute begrüßt, die man schon von vorherigen Treffen kannte. Los ging die Fahrt. Wenn man die Interstate von Grand Island nach Minneapolis nimmt, dauert die Reise ungefähr 8 Stunden. Wir jedoch sind erst in den Norden gefahren, um den Rest der Gruppe abzuholen. Dabei fährt man durch die Ausläufer der Sandhills, und die sind natürlich einfach nur BEAUTIFUL!
Nachdem wir den letzten Stop in O'Neill dann hinter uns hatten, ging es weiterhin östlich in Richtung Iowa. Dabei fährt man durch ein paar Ortschaften aber hauptsächlich durchs nichts. Erst in Iowa kommen dann wieder durschschittlich größere Städte. Wir haben dann erst einmal in Lakeport, Iowa gehalten um Frühstück bei McDonalds zu kaufen. Weiter gings auf der Interstate in Minnesota rein, in Richtung Minneapolis. Auf dem Weg haben wir dann auch nochmal für Mittagessen gehalten. Bei unserem letzten Stop vor Minneapolis ging die Sonne schon wieder unter. Wir waren bei Sonnenaufgang losgefahren!
Nach ungefähr 12 Stunden kamen wir dann schließlich in Downtown Minneapolis an. Wir verließen den Bus und sind zu einer Weihnachtsparade gegangen. War nichts besonderes und auch nicht zu lange. Danach ging es schnurstracks zum Hard Rock Café für's Abendessen und Souvenir kaufen. Als wir reinkamen haben wir erst einmal einen Timer in die Hand gedrückt bekommen. Die Frau sagte uns, dass er losgeht, sobald wir einen freien Tisch hätten. Also haben wir uns die Zeit im Souvenirshop und den ausgestellten Besonderheiten vertrieben. Im Souvenirshop hab' ich mir dann erstmal ein schönes Shirt und mein übliches Bierglas gekauft. Die hatten dort auch echt beeindruckende Stücke dort. Wie z.B. die Weste, die Michael Jackson während seiner Tour in 1984 getragen hatte.
Wenig später ging dann unser Timer los und wir konnten Platz nehmen. Das Essen war überraschend gerecht vom Preis her aber auf gutem Standart. Ich hatte mir einen fetten Bacon Cheeseburger bestellt. Und ich habe ihn echt nicht fertig essen können. Er war unglaublich lecker aber ich war wahrscheinlich zu voll vom Tag. Nach dem Essen haben wir uns noch ein bisschen die Beine vertreten. Minneapolis hat eine Spezialität: Alle Gebäude in der Downtown sind durch sogenannte "Skywalks" verbunden. Das heißt, dass ein Glasgang wie am Flughafen von einem Gebäude zum nächsten leite und man nicht die Straße überqueren muss. Und man kann da echt überall mit hin ohne einmal die Straße zu betreten. Echt geil. Wir folgten jenen einfach irgendwohin und auf einmal, ohne es zu wissen, befanden wir uns im Stadion der Minnesota Timberwolves, ein Team in der NBA (National Basketball Association)!
Danach gings dann erstmal ab ins erste Hotel. War besser als ich erwartet hatte. Hatte sogar ein Schwimmbad. Sah aber eher so aus wie als wenn man von nem billigen Reisebüro in die Mallorca-Ekel-Hölle geschickt wurde. Also hab ich die Idee vom Baden gehen erstmal gelassen. Die Nacht musste ich neben einem Dänen verbringen, der A. nur dummes Zeug gelabert hat und, B. mir dir Nacht die ganze Zeit meine Decke geklaut hatte. So hatte ich am nächsten Tag dann erstmal ne schöne Erkältung. Sollte meine Laune aber trotzdem nicht trüben. Wir also los auf die GROßE Shoppingtour. Zuerst sollten wir in die "Albertville Outlet Mall" fahren. Eine riesige Fläche von Modegschäften, die IMMER Angebote haben. Und ich sage euch, es war das Paradies. Nike, Under Armour, Ralph Lauren Polo, Converse oder Calvin Klein mit bis zu 50% reduzierte Neuware! Hab mir dort dann erst einmal 'nen paar neue Shirts, Unterwäsche und neue Schuhe gekauft.
Danach ging es zurück nach Downtown weil unsere Führerin uns unbedingt Macy's Austellung "One Day in the Life of an Elf" zeigen wollte. War der totaaaaaaaale Reinfall aber wenigstens haben wir noch ein bisschen von Downtown Minneapolis sehen können und ich konnte ein paar Schnappschüsse von den riesigen Wolkenkratzern und den Skywalks machen.
Danach sind wir dann ENDLICH zu unserem eigentlichen Hauptgrund warum wir in Minneapolis waren gefahren. Der "MALL OF AMERICA" oder auch die größte Mall Amerikas. Verwunderlich, dass diese in Minnesota steht und nicht in Texas. Ich glaube die Texans sind schon ein bisschen neidisch da drauf, seitdem ja alles am größten in Texas ist. Schon von außen sieht man die majestätische Größe dieses Gebäudes. Die Anfahrt ist wie bei einem Flughafen. Wo wir von Flughafen sprechen, das Geländer der Mall ist größer als das des anliegenden Flughafen!!! Einladend sieht man dann auch den großen Stern mit dem Namen untendrunter am Eingang prangern.
Und um nochmals auf den Flughafen zurückzugreifen, sobald man die Mall betritt, fühlt man sich wie am Flughafen. Menschen ÜBERALL und man hat erstmal keinen Überblick über gar nichts. Was einem jedoch sofort auffällt ist dann der unglaubliche Fakt, das sich in der Mitte der Mall ein Vergnügungspark befindet. Das "Nickelodeon Universe" besteht aus verschiedenen Downhill und anderen Attraktionen sowie 3-4 Achterbahnen sofern ich alle gesehen habe. Wir sind also erst einmal quer dort durch, auf die andere Seite gelaufen, um uns dieses einmalige Spektakel anzusehen.
Danach haben wir uns erst einmal an der Karte orientier um herauszufinden, wo alle unsere Lieblingsläden sind. Zuerst aber wollten wir zu "Hooters" Mittagessen gehen. "Hooters" ist zu einer Attraktion hier in den USA geworden. Junge Frauen in kürzen Röcken und knappen Oberteilen servieren dir dein Essen. Leider war die Schlange extrem lang und wir wollten nicht unsere Zeit in der Mall vergeuden. Also sind wir zue Fast-Food Straße gegangen. Ich nenn' das mal jetzt Straße, da sich über die ganze Länge der Etage ALLE erdenklich möglichen Fast-Food Ketten nebeneiander angereiht haben. Ich hab mir schließlich was bei Taco Bell geholt. Danach ging's in die Vollen. Um nur ein paar Stores aufzuzählen: Vans, Harley Davidson, Abercrombie & Fitch, Hollister, Quicksilver, oder Nordstrom, alles war riesig und es wurde viel Geld ausgegeben.
Zumindest haben wir bewiesen, dass auch Männer shoppen können! Schließlich, nach 5 Stunden shoppen und müden Armen vom Tragen, trafen wir uns dann wieder am Eingang um zu unserem nächsten Hotel zu fahren. Jenes war verbunden mit dem "Waterpark of America" oder dem größten Indoor-Waterpark Amerikas. Jedoch sind nur Paul, Arman, Maren und Ich reingegangen. Es war schon relativ spät also war es relativ leer. Wir sind die größte Rutsche gefahren. Zu viert setzt man sich in einen Gummiring und das geht dann gute 30 Sekunden runter. War genial! Insgesamt waren wir dann dort so ungefähr 2 Stunden drin.
Danach haben wir uns nochmal umgezogen und Ich bin mit meiner Truppe ins Hotelrestaurant was essen gegangen. War echt richtig lecker. Unsere Leiterin hat sich dann kurz dazu gesetzt und uns erzählt, dass sie den nächsten Trip für eine Woche nach Orlando, Florida plant!!! Das heißt wir gehen ins Disney World im Februar! Das hat natürlich die Stimmung nochmal angehoben und wir haben schon die Pläne diskutiert.
Den Rest des Abends haben wir dann noch mit den anderen auf dem Gang verbracht. War relativ lustig. Die Hotelzimmer waren dieses Mal sehr edel. Jedoch mussten wir uns zu sechst ein Zimmer teilen. Wir hatten einen Raum mit 2 Hochbetten und den Hauptraum mit einem Ehebett. Hab ich mir natürlich gleich geschnappt, da es viel gemütlicher war. Relativ müde sind wir dann auch um 1 rum ins Bett. Am nächsten Morgen bin ich dann extra früh aufgestanden um als Erster zu duschen, da der Bus schon um 7 losfahren wollte. Also haben wir uns um 7 Uhr auf den Weg nach Hause gemacht. Dieses Mal hatten wir nur 2 kurze Stops, waren aber trotzdem erst um 8 zurück in Grand Island. Es war nochmal eine sehr lustige Busfahrt und vorallem ein unglaublich genialer Trip. Es mag wohl utopisch klingen, an einem Freitag 12 Stunden hin und an einem Sonntag 12 Stunden zurückzufahren aber es hat sich definitiv gelohnt!
Unsere Crew :) Ich, Christin, Maren, Arman und vorne Paul.
Die ganze Gruppe an Austauschschülern, die dabei waren!
Und dieses Mal habe ich auch wieder ein bisschen gefilmt! Hier ist das Ergebnis:
So, jetzt werde ich erstmal ein paar Geschehnisse erzählen, die im Laufe der letzten zwei Wochen verlaufen sind. Also letzte Woche war's dann endgültig vorbei mit Foorball. Hab mich eigentlich gewundert wie schnell die darüber hinweg waren..Am nächsten Tag wurde sich schon über Basketballsaison unterhalten. Donnerstags mussten wir dann unsere Sachen einchecken. War schon ein trauriger Moment die ganzen Sachen abzugeben und dabei genau zu wissen, dass man nie wieder professionell Football spielen wird. Deswegen hab ich mich nochmal in meiner ganzen Ladung bildlich festgehalten. Will ich euch natürlich nicht vorenthalten:
Schön mit unserm "BB" für Broken Bow mit drauf! :)
Pads einchecken..
Am Sonntag war ich dann in Grand Island mit Travis und meiner Hostmum. Hatten nichts zu tun und sind einfach mal spontan hingefahren. Travis und ich sind shoppen gegangen und ich hab mir die Haare ein bisschen kürzer schneiden lassen. Später hab ich mich dann noch mit Max getroffen. Er wohnt ja in Grand Island und konnte gerade vorbeikommen. Wir sind dann zusammen in Roland Emmerich's neuen Film "2012" gegangen. Es war eigentlich wie ein Abklatsch von "The Day After Tomorrow", war aber wegen den unglaublichen Effekten auf jeden Fall wert reinzugehen. Vor der Tür haben wir dann zufällig noch 'nen andern deutschen Austauschschüler getroffen. Jaja, Nebraska ist klein!
Max und Ich! :)
Die Woche darauf hatt dann Basketballtraining angefangen. Und ja, es ist 'ne Menge mehr rennen angesagt. Schön immer die Halle rauf und runter. Allgemein hab ich jetzt erstmal gemerkt, dass Basketball ein ziemlich taktischer und komplizierter Sport ist. Ich blick' als Guard nicht mehr durch und spiele jetzt Post, also unter'm Korb. Ist aber auf jeden Fall ok. Und meinen neuen Killermaschinenkörper bau ich auch noch auf haha! In den nächsten Tagen werde ich einen großen Bericht über meinen Trip nach Minneapolis schreiben. Man darf gespannt sein. Und endlich kommt auch mal wieder ein längeres Video auf Youtube!